Mehr als nur ein attraktives Äußeres

Im Fassadenbau sind die Vorteile der Carbonbetonweise besonders prägnant: Bauteildicken können durch den Einsatz von nicht-metallischer Bewehrung um bis zu 80% reduziert werden. Da die Bauteildicke bei Vorhang- und Sandwichfassaden in der Regel nur wegen der notwendigen Betondeckung zur Sicherstellung des Korrosionsschutzes nach Eurocode 2 festgelegt werden, müssen Außenbauteile mindestens 80-100 mm Dicke aufweisen. Schlanker geht’s mit Glas- oder Carbonbewehrungen, da diese nicht korrodieren: Betondeckungen von 10-15 mm sind erforderlich, um Verbundspannung zwischen Bewehrung und Beton übertragen zu können, so dass Bauteildicken von 20 mm-30 mm völlig ausreichend sind.

Durch leichtere Fassaden leiten sich weitere Vorteile ab:

  • Reduzierung der Transportkosten

  • Erhöhung der Nutzfläche und der vermietbaren Fläche

  • Reduzierung der Betonkosten, insbesondere relevant bei Architekturbeton

  • kleinere Befestigungssysteme

  • leichtere Konstruktion, insbesondere relevant bei Fassadensanierungen

  • 3D-/Freiformfassaden


 

Gesundheits- und Bildungszentrum Groz-Beckert KG, Albstadt
Eine kleinformatige hinterlüftete Vorhangfassade realisierten wir für das Gesundheits- und
Bildungszentrum (GEBIZ) der Groz-Beckert KG in Albstadt. Zum Einsatz kam eine solidian AR-
Glasfasermatte mit Epoxidharztränkung. Rund 370 m² Gelege wurden in 1.660 Einzelmatten
zugeschnitten, um die Fassade komplett auszukleiden. Ergebnis ist eine enorm dünnwandige
Ausführung einer Fassade in hochwertigem Architekturbeton mit nur 20 mm Dicke, die gleichzeitig
eine extrem hohe Druck-, Biege- und Zugfestigkeit erreicht. Aufgrund des geringen Gewichtes der
Fassade konnte eine leichtere Unterkonstruktion gewählt werden. Damit konnte eine hochwertigere
Wärmedämmung erzielt werden.

Fertigstellung: 2013
Gebaut von: Fa. Hering
Umfang: 400 m²
Plattendicke: 2 cm


 

SchieferErlebnis Dormettingen

Im Erlebnispark „SchieferErlebnis“ in Dormettingen entstand eine großformatige, hinterlüftete Vorhangfassade mit einer gesamten Fassadenfläche von ca. 400 m². Die geringe Dicke von 50 mm erreicht damit etwa die Hälfte im Vergleich zu Stahlbetonfassaden und ist damit signifikant wirtschaftlicher im Hinblick auf Materialverbrauch und Gewicht. Als Bewehrung wurde das Carbontextil solidian GRID Q95/95-CCE-38 mit einer Tränkung aus Epoxydharz eingesetzt, das eine mittlere Bruchspannung von knapp 3000 N/mm² aufweist und dessen aufnehmbare Kraft bei 426 kN/m (Mittelwert) bzw. 236 kN/m (Bemessungswert) liegt. Dies entspricht in etwa der Tragfähigkeit einer konventionellen Betonstahlmatte Q 524 A.


 

Vorhangfassade Neuer Markt

Aus der Kombination von Stahlbeton- und Textilbetonbauweise entstand eine eindrucksvolle Fassadengestaltung mit einer dünnen Textilbetonschicht und massiven Stahlbetonrahmen. Verstärkt wird die bemerkenswerte Optik durch verschieden eingefärbte Architekturbetone. Durch die geringe Plattenstärke von 3 cm konnte eine ausgeprägte optische Tiefenwirkung der Fassade erzeugt werden. Die Fassade erhielt aufgesetzte Jalousien, die den eleganten Gesamteindruck der Ausführung unterstreichen. Bemerkenswert ist außerdem die enorme Vielfalt an Plattengrößen bis zu 4 x 4 Meter. Besonders erfreulich: Alle Elemente - sogar die größten Platten in 4 x 4 m als L-Winkel konnten unbeschadet in kurzer Zeit montiert werden.

 

Fertigstellung:

2015

Gebaut von:

Max Bögl (Bauherr + ausführend)

Umfang:

960 m²

Plattendicke:

3 cm

Formate:

Diverse bis 4 x 4 m


 


 

Verkleidung der Brückenpylone in 320 m Höhe

Gewaltige 320 m ragen die weltweit höchsten Brückenpfeiler des Mammutbauwerks Bosporus- Brücke in Istanbul in die Höhe. Die türkische Yaviz-Sultan-Selim-Brücke über den Bosporus, die Asien mit Europa verbindet, wurde im August 2016 eröffnet. Beim Bau der Pylone kamen Vorhangfassaden mit Bewehrungen des Albstädter Textilbeton-Spezialisten solidian zum Einsatz, die für das türkische Unternehmen Fibrobeton realisiert wurden. 

Das türkische Mammutprojekt, das in architektonischer und in baulicher Hinsicht mit mehreren Superlativen aufwarten kann, erwies sich indes als prädestiniert für den Einsatz von Textilbeton, denn ohne den innovativen Werkstoff wäre die Fassadengestaltung der Pylone technisch nicht realisierbar gewesen.

Neben der durch die Höhe und das Gewicht besonders spannenden Konstruktion der kombinierten Hänge- und Schrägseilbrücke war es vor allem die extrem hohe Windlast von bis zu 300 kg/m², die das Bauwerk zu einer Herausforderung für die Statik, besonders aber auch für das Montageteam machte. Für die eingesetzten Fassadenplatten, die das Bauwerk schützen, war aufgrund der Unterkonstruktion und zum Handling in großer Höhe ein maximales Plattengewicht von 110 kg/m² gefordert, was mit herkömmlichem Stahlbeton nicht zu erzielen ist. Die Ingenieure von solidian berechneten zunächst aufgrund der Vorgaben die Statik und entwickelten die optimale Geometrie der Platten, die eine maximale Abmessung von 3,0 m x 4,5 m erhielten und dabei nur 30 mm dünn waren. Mit einer optimalen Hybridbewehrung aus Glas- und Carbonmatten konnten die gewünschten Parameter schließlich erzielt werden. Auch bei der Herstellung der Platten mit solidian GRID im türkischen Fertigteilwerk von Fibrobeton war solidian unterstützend und beratend vor Ort, so dass die Montage termingerecht erfolgen konnte. Die realisierte korrosionsfreie Produktlösung erfüllt die geforderte Dauerhaftigkeit von 100 Jahren und bestätigt nachdrücklich das Potential von Textilbeton als Werkstoff der Zukunft.

Fertigstellung:

08.2016

Gebaut von:

Fassadenplatten: Fibrobeton

Umfang:

ca. 3200 m²

Plattendicke:

30 mm + 10 cm Stege

Formate:

3,00 m x 4,50 m


 

Filigrane Brüstungselemente aus Carbonbeton

In Erlenbach (CH) entsteht derzeit der Neubau des Altenzentrums “Neuer Gehren”. Das Zentrum umfasst ca. 5'500 m² Nutzfläche für selbständiges und betreutes Wohnen. Es stellt ein zeitgemäßes, nachhaltiges und energetisch optimiertes Alterszentrum für Bewohner und Besucher dar.
Die Brüstungselemente der Balkone wurden aus Sichtbeton vom Fertigteilwerk Sulser AG in der Schweiz hergestellt, bewehrt wurden sie mit einer Carbonbewehrung solidian GRID. Die Elemente haben unterschiedliche Abmessungen (max. 2,3 m x 3,4 m) und unterschiedliche Oberflächenstrukturen. Sie prägen den Charakter des gesamten Gebäudekomplexes. Dabei überzeugen sie mit einer extrem dünnen Plattenstärke, die möglich war durch die Verwendung der korrosionsfreien Carbonbewehrung. Sie wirken filigran und sind gleichzeitig hochwertig und stabil, ihre Oberfläche behält den Charakter von Beton. Sie erfüllen das angestrebte Konzept der Architekten, nachhaltig, ressourcenschonend und dauerhaft zu bauen.

 

Fertigstellung:

2017

Bauherr:

Gemeinde Erlenbach ZH

Architekt:

Graber Pulver Architekten AG, CH

Fertigteilwerk:

Sulser AG

Abmessung Elemente:

2,30 m x 3,40 m

Anzahl der Elemente:

ca. 170

Bewehrung:

solidian GRID Q85/85-CCE-21


 

Fassadenelemente in Holzoptik

Die „Klinik Gut“ in Fläsch, Schweiz, ist ein dreistöckiges Gebäude, das in einer ländlichen Gegend in den Schweizer Alpen liegt. Das Gebäude passt sich in Form und Materialien sehr gut in seine Umgebung ein. Es erinnert an ein Steinhaus, das von einem herrlichen Garten umgeben ist. Der Anspruch an das Design der Fassade war, dass die Fassadenelemente dauerhaft, dünn und leicht sind und, das ist der Hauptpunkt, eine Holzoptik haben. Das Betonfertigteilwerk Sulser AG aus der Schweiz hat solidian mit der Tragwerksplanung für die Carbonbetonplatten beauftragt und die Elemente hergestellt. Die Paneele sind 3,7 m lang, 0,2 m breit und dabei nur 20 mm dick. Die Schalung sowie die Betoneigenschaften wurden so vorbereitet, dass eine echte Holzoptik entstand. Befestigt wurden die Elemente mit Hinterschnittankern.

Fertigstellung:

2016

Bauherr:

ITW Ingenieurunternehmung Balzers

Architekt:

Bearth & Deplazes

Fertigteilwerk:

Sulser AG, CH

Abmessung Elemente:

3,7 m x 0,2 m

Bewehrung:

solidian GRID Q85/85-CCE-21


 

Gekrümmte und großformatige Fassadenelemente

Eines der wichtigsten Themen der modernen Stadtentwicklung ist die innerstädtische Verdichtung. Mit dieser Ausgangssituation war der 6-stöckige Neubau einer innerstädtischen Blockrandbebauung an der Hohlstrasse 100 in Zürich die ideale Lösung für Pilotanwendungen neuer Technologien, Systeme und Materialien.

Großformatige, gekrümmte Fassadenelemente wurden extrem dünn ausgeführt, um den nutzbaren Raum zu maximieren. Die architektonisch anspruchsvollen Fassadenelemente, die nicht nur dünn und leicht sein mussten, sondern auch dauerhaft über die gesamte Lebensdauer hinweg, konnten mit der Hochleistungs-Carbonbewehrung solidian GRID realisiert werden.

Die Fassadenelemente wurden im Fertigteilwerk der Sulser AG  in der Schweiz hergestellt. Die einzelnen Elemente haben eine maximale Höhe von 2,95 m, eine Breite von ca. 2,13 m und eine Tiefe von ca. 0,98 m. Die gesamte Bauteildicke beträgt 50 mm mit Ausnahme eines kleineren Teils im unteren Bereich, der 60 mm dick ist.


 

Horizontale und vertikale Elemente

Das Bürgerspital in Solothurn ist ein Neubau, der 2020 fertiggestellt werden wird.  Fest vor den Fenstern montierte horizontale und vertikale Elemente haben eine große Auswirkung auf die Gestaltung des gesamten Gebäudes. Das Verhältnis zwischen Raum und Licht war ein wesentlicher Punkt bei der Fassadengestaltung. Die Planer legten sehr großen Wert darauf, viel Licht für die Patienten in den Räumen spürbar zu machen und gleichzeitig störende Sonnenstrahlen abzuhalten. Diese Aufgabe übernehmen die vorgehängten Elemente, die außerdem als Sichtschutz dienen und die Intimsphäre der Patienten zum öffentlichen Bereich sicherstellen. Die Elemente sind zum Zweck des Sauberhaltens begehbar. 

Die Elemente, die nicht filigran, sondern optisch eher massiv wirken sollten, wären mit Stahlbeton nicht realisierbar gewesen. Das Gewicht der Elemente hätte nicht an der Fassade verankert werden können. Die Planer entschieden sich für einen Hohlquerschnitt, dessen Schale aus einer dünnwandigen Betonschicht besteht. Möglich war das mit der Carbonbewehrung solidian GRID, die alle Anforderungen erfüllte. 700 Elemente wurden im Fertigteilwerk der Sulser AG vorgefertigt. und zunächst als Mockup vor ein Modellzimmer montiert. solidian begleitete das Projekt als Lieferant der Carbonbewehrungen und Technischer Berater für die experimentellen Untersuchungen zur Ermittlung der Tragfähigkeit der Elemente.


 

Vorgehängte Carbonbetonfassade als Fotobetonfassade

Bei dem Projekt in Dresden handelt es sich neben umfangreichen Umbau-, Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen, auch um den Erweiterungsneubau des Laborgebäudes des Center for Advancing Electronics Dresden (cfaed) im Barkhausenbau der TU Dresden. Die Besonderheit des Neubaus liegt ohne Zweifel in der 30 mm dünnen vorgehängten Fotobetonfassade aus Textilbeton. Gezeigt wird dabei ein mittels Punktraster betoniertes Blumenmotiv, unter dem Motto „Kleine Welt ganz groß“. Dieses stellt phantasievoll den Bezug zu der Nutzung der Hochpräzisionsmikroskope in diesem Gebäude her. Das Fertigteilwerk der Hentschke Bau GmbH übernahm bei diesem Projekt neben weiteren Leistungen in Carbonbeton, die Planung, Herstellung, Lieferung und die Montage dieser Fassadenelemente.  Das Fertigteilwerk konnte im Zuge dessen seine erste ZiE (Zustimmung im Einzelfall) erwirken, bei welcher die Carbonbewehrung solidian GRID Q95/95-CCE-38 auch statisch angesetzt wurde. Bei einer Fotobetonfassade wird über ein Punktraster gezielt die Oberfläche chemisch aufgebrochen und damit definierte Zuschlagsstoffe effektvoll sichtbar gemacht. Dadurch ist beispielsweise der Einsatz von alkaliresistenten Glasfaserkurzfasern hier nicht möglich. Der Einsatz einer nicht-metallischen Bewehrung von solidian hat sich hier als eine überzeugende und zielsichere Lösung erwiesen.

 

Bauherr

SIB, NL Dresden II, Ostra-Allee 23, 01067 Dresden

Architekten 

SHP Architekten GmbH, Fetscherstraße 72, 01307 Dresden

Fertigstellung

2018

Bauteile solidian

Vorgehängte Carbonbetonfassade als Fotobetonfassade

Gesamtfläche

198 m²

Anzahl der Plattenelemente

45

Fertigteilwerk

Hentschke Bau GmbH

Bewehrung

solidian GRID Q95/95-CCE-38


 

Urbanes Wohnen in einem vielfältigen Stadtquartier in Berlin Mitte

Die Europacity entsteht im Zentrum Berlins, nahe Hauptbahnhof und zahlreichen weiteren Hotspots. Es handelt sich dabei um eines der aktuell größten Baufeldern Deutschlands. Das komplette Areal umfasst eine Größe von ca. 40 Hektar. In bester Lage entsteht ein neues Stadtquartier als urbane Mischung aus Wohn- und Geschäftsgebäuden sowie zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants.  Im zweigeschossigen Sockelbereichs des Prager Karrees wird eine der traditionellsten Bauweisen Berlins fortgeführt. Die Betonfertigteile in historischer Natursteinoptik haben allerdings nur noch eine Dicke von 40 mm und sorgen somit für eine bisher unerreichte Schlankheit und Leichtigkeit. Markante Versätze in Form von Vor- und Rücksprüngen lassen eine lebendige Optik entstehen. Die ungeahnten gestalterischen Möglichkeiten und zahlreichen Vorteile der Glasfaserbewehrung solidian GRID Q121/121-AAE-38 überzeugten alle Beteiligten. 

Als Verankerung kam das „FPA SL30“ Fassadenplattenankersystem von Halfen zum Einsatz. Dieses allgemein bauaufsichtlich zugelassene System ermöglicht eine regelkonforme Verankerung von großflächigen, schlanken Betonfertigteilen ab einer Dicke von 30mm.

Bauherr

Ditting Bau und Quantum Immobilien AG

Architekten 

Max Dudler Architekten, Berlin

Fertigstellung

2019

Bauteile solidian      

Vorgehängte glasfaserbewehrte Fassadenplatten

Gesamtfläche

ca. 700 m²

Fertigteilwerk

GBJ Geithner Betonmanufaktur Joachimsthal GmbH

Bewehrung

solidian GRID Q121/121-AAE-38


 

Sandwichfassade "Eastsite XI", Mannheim

Mit Eastsite XI wurde weltweit das zweite Bürogebäude realisiert, dessen Fassade statt konventionell mit Stahl mit dem solidian-Sandwichwand-System ausgeführt wurde. Die flache Sandwichfassade aus Textilbeton umschließt das L-förmige Gebäude wie eine dünne Haut. Der helle Architekturbeton zeigt ein Muster aus ineinander greifenden großformatigen Winkelelementen mit betonten Fugen. In Flächen dieser Größe wurde Glasfaser-Textilbeton weltweit erstmals 2016 bei Eastsite VIII verbaut. Das solidian-System, das bei der Sandwichwand zum Einsatz kam, bietet nicht nur extrem schlanke Konstruktionsquerschnitte, sondern erfolgt komplett wärmebrückenfrei. Im Vergleich zu konventionellen Konstruktionen wurde der Materialeinsatz der Vorsatzschale um 75 % reduziert.

Das Sandwich-System hat seit Mai 2017 die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-71.3-39

Fertigstellung:

2016

Bauherr:

B.A.U. GmbH & Co. KG

Architekt:

Fischer Architekten

Fertigteilwerk:

Dreßler Bau GmbH

Fassadenfläche:

2700 m²

Formate:

2,79 m x 4,36 m max.

Bewehrung:

solidian GRID Q121/121-AAE-38

 


 

Betonfassade mit solidian-Sandwichsystem

Der Neubau eines betriebseigenen Gebäudes des Traditionsunternehmens und Betonfertigteilwerks Alfred Trepka GmbH aus Ober-Grafendorf in Österreich war notwendig, um das alte Archiv auszusiedeln und Raum zur Präsentation verschiedener Baumaterialien und Bauweisen sowie Wandaufbauten zu schaffen. Ziel war dabei primär ein Gebäude zu errichten, welches vollkommen frei von erdölbasierten Dämmstoffen ist. Zusätzlich sollten Erfahrungen mit Textilbeton bei der Herstellung von Betonfertigteilen und dessen Handling im eigenen Fertigteilwerk gesammelt werden.

Zwei Wände der Gebäudeseiten wurden mit 50 cm dickem monolithischem Leichtbeton hergestellt. Trepka entschied sich, für die zwei weiteren Außenwände das Sandwichfassadensystem von solidian einzusetzen. Die Sandwichwand besteht aus einer Tragschale, einer Dämmschicht und einer Vorsatzfassade. Die 20 cm dicke Tragschale wird dabei konventionell mit Stahl bewehrt. Für die 12 cm Dämmung wird Mineralwolle bzw. Mineralschaum gewählt und problemlos zwischen die Schubgitter aus Glasfaserbewehrung, die Teil des Sandwichsystems sind, eingebracht. Die 3 cm dünne Vorsatzschale mit der Glasfaserbewehrung solidian GRID besteht aus hochfestem Beton, dessen Oberfläche strukturiert wird und dem 100 m² großen Gebäude sein charakteristisches Aussehen verleiht. Die Fassadenelemente haben unterschiedliche Abmessungen von 8,40 m x 1,2 m bzw. 4,74 m x 3,75 m, d.h. sie haben eine Elementfläche von ca. 18 m² bei einer Stärke von nur 3 cm!

Georg Wieder von Trepka bescheinigt eine problemlose Verarbeitung der Bewehrungen: „Die Produkte von solidian geben uns die Möglichkeit, neue Einsatzmöglichkeiten für den Werkstoff Beton verbunden mit hohen Leistungsfähigkeiten der Betonprodukte zu finden.“ Es gab kein Aufschwimmen der Matten in der 30 mm dünnen Vorsatzschale während des Betonierens. Ein rascher und unkomplizierter Einbau in die Schalung war gewährleistet. Die rissfreie Oberfläche erzielt ihre Wirkung durch den eigenen Charakter des Betons. Die Fertigstellung des Gebäudes erfolgte im Herbst 2017 und ist eine sehr gelungene Anwendung des innovativen Sandwichfassadensystems und inspiriert, Betonfassaden verstärkt im Hochbau zur Geltung zu bringen.


 

Sandwichfassade "Eastsite VIII", Mannheim

Die weltweit größte Sandwichfassade aus Textilbeton wurde mit solidian realisiert. Die sehr elegant und schlank wirkenden Platten erzeugen einen besonders schönen Anschluss an die Fensterlaibungen. Aufgrund der dünnen Bauweise konnten nicht nur deutliche Einsparungen an Beton erzielt werden, es steht dem Bauherrn nun auch mehr Innenraumfläche zur Verfügung.

Als prädestiniert für den Einsatz von Textiler Bewehrung erwies sich der BÜROPARK EASTSITE der B.A.U. Bauträgergesellschaft in Mannheim-Neuostheim, der als wegweisend für moderne Unternehmensarchitektur gilt. „Wir wollen Standards setzen – bei der Architektur, der Ausstattung und Flexibilität sowie der Gebäudetechnik und dem Energieverbrauch“, erklärt B.A.U. Geschäftsführer Peter Gaul. Daher zeigten Investor, Architekt und Bauunternehmen gemeinsam mit solidian den nötigen Pioniergeist und setzten bei der Realisierung des Bürogebäudes EASTSITE VIII erstmals Textile Bewehrung bei der Fassadengestaltung ein - mit durchschlagendem Erfolg. 2015 wurde das erste Bürogebäude mit Textilbeton-Sandwichwand fertiggestellt und begeistert gleichermaßen alle Beteiligten: „Die Architekturbetonfassade erinnert an unzählige aneinander und übereinander gesetzte Granitstreifen“, lobt Peter Gaul, der auch aus wirtschaftlichen Gründen von nun an weiter mit dem neuen Baustoff Textilbeton arbeitet. „Fischer Architekten, Dreßler Bau und solidian haben gemeinsam bei zwei Eastsite-Gebäuden die neue Sandwich-Technologie mit Zulassungen im Einzelfall realisiert, so dass wir uns jetzt besonders über die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für unsere Sandwichfassaden freuen“, erläutert solidian-Geschäftsführer Roland Karle. Und auch der Investor zeigt sich überzeugt.

 

Fertigstellung:

2015

Bauherr:

B.A.U. GmbH & Co. KG

Architekt:

Fischer Architekten

Fertigteilwerk:

Dreßler Bau GmbH

Fassadenfläche:

1600 m²

Plattendicke:

30 mm

Formate:

4,2 m x 3,1 m maximal

Bewehrung:

solidian GRID Q121/121-AAE-38

 
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