Investitionen, die sich rechnen

Die Verwendung von nicht-metallischer Bewehrung im Bereich der Instandhaltung von Stahlbetonbauteilen zahlt sich aus und wertet Bauwerke langfristig auf. Die hohe Lebensdauer der solidian-Produkte macht die Bewehrungsergänzung bzw. den Austausch der Stahlbewehrung durch nicht metallische Bewehrungen durchaus lohnenswert.

Durch das leichte Gewicht und das einfache Handling reduziert sich der personelle, maschinelle und materielle Aufwand in der Instandhaltung deutlich - es entsteht eine dauerhaft sichere Lösung. Besonders profitierten hiervon Ingenieurbauwerke im Verkehrswegebau (Brücken, Stützbauwerke und Tunnels) und im ruhenden Verkehr (Tiefgaragen und Parkhäuser): Durch die hohe Fahrzeugfrequentierung und die saisonal bedingte Einwirkung von mitgeschleppten Tausalzen, werden hohe Folgekosten für die öffentlichen und privaten Betreiber erzeugt.

Nicht nur die Dauerhaftigkeit von Instandsetzungen mit nicht metallischen Bewehrungen sondern auch der evtl. Verzicht auf kostenintensive Oberflächenschutzsysteme reduzieren signifikant die Instandhaltungskosten.

Textile Bewehrungen bieten im Bereich der Instandhaltung vielfältige Einsatzmöglichkeiten, wie z.B.

  • Parkbauten (Tiefgaragen und Parkhäuser)

  • Brücken

  • Brückenkappen

  • Stütz- /Lärmschutzwände

  • Tunnelanlagen

  • Historische Gebäude (Denkmalschutz)

  • Wasserbauwerke

  • Tragwerksverstärkungen

  • Silos

  • Balkone

  • Salzlagerhallen

  • Wasserbecken

  • WU-Beton

  • LAU-Anlagen

  • Erdbebenertüchtigungen

  • Maritime Bauwerke


 
 

Tiefgarage Bayreuth
Im Zuge einer Instandsetzung der Bodenplatte wurde festgestellt dass die erforderliche Betondeckung
für die Stahlbewehrung nicht eingehalten werden kann. Aus diesem Grunde wurden 
für die Aufbetonschicht eine Carbonbewehrung Q95/95-CCE-38 gewählt welche nicht korrodiert und
nur geringe Betondeckung (ca. 2,0 cm) benötigt.


 
 

Salzlagerhalle Frankfurt
Herstellung einer Schutzschicht in einer Salzlagerhalle aus alkaliresistenten Stäben ø 8 mm zu Matten
im Abstand von 100 mm geklebt


 
 

Schwabentorgarage Freiburg 
Schrammborde in Parkhäuser und Tiefgaragen sind immer einer erhöhten Chloridbelastung
ausgesetzt. Da die Bauteile stahlbewehrt sind, müssen diese unter Beachtung der
Instandsetzungsrichtlinie mit einem Oberflächenschutzsystem 
vor schadhaftem Chlorideintrag geschützt werden. Diese Oberflächenschutzsysteme sind jedoch einer
hohen mechanischen Belastung ausgesetzt (durch anfahren, überfahren, streifen von Fahrzeugen).
Bei der Schwabentorgarage 
in Freiburg wurden die Schrammborde mit einer alkaliresistenten Glasbewehrung (Q121/121-AAE-38)
bewehrt. Durch diesen Einsatz einer nicht korrosiven Bewehrung konnte somit gänzlich 
auf ein Auftrag eines Oberflächenschutzsystem bei den Schrammborden verzichtet werden.


 
 

Tiefgarage Marquardtbau Stuttgart
Das planende Büro KNAAK & REICH aus Reutlingen,  bestimmte unter anderem die Verfahren, die
notwendig waren, um das Tragwerk der Tiefgarage zu verstärken und vor weiterer Korrosion zu
schützen. Um es möglichst wenig zu belasten, musste eine Möglichkeit gefunden werden, auf der
rund 1600 m² großen Fläche Gewicht einzusparen. Dabei war der Ergänzungsortbeton notwendig, um
eine Schutzschicht über den Stahlträgern herzustellen und eine ebene, zu beschichtende
Fahrbahnfläche zu schaffen. Die Carbonbewehrung Q95/95-CCE-38 dient dazu die Risse im Aufbeton
zu minimieren. 
Bei Stahlbeton hätte der Aufbau eine Stärke von insgesamt 9,5 cm gehabt (= 2 cm Drunterleisten + 2
cm Bewehrung + 5,5 cm Betondeckung). Mit der Verwendung von Carbonbeton konnten dieser auf 4
bis 5 cm reduziert werden (= 2 cm Drunterleisten + wenige Millimeter Carbonbewehrung + 2 bis 2,5
cm Betondeckung) . Zudem bringt der Carbonbeton gleich mehrere Vorteile, die sich auf diese
Bausituation positiv auswirkten: Erstens ist er wesentlich leichter als eine vergleichbare Bewehrung
aus Stahl und zweitens – was noch viel wichtiger ist –, er korrodiert nicht. Das bedeutet, die
Betondeckung kann wesentlich geringer ausfallen als bei normalem Beton. Also entschieden sich die
Verantwortlichen dazu, die obere Schicht der Fahrbahnplatten sowie der Rampen abzutragen und
diese durch eine wesentlich dünnere Carbonbeton-Schicht zu ergänzen.


 

Sanierung des Mariendoms mit carbonbewehrtem Spritzmörtel

Die Wallfahrtskirche in Neviges wurde als monolithische Betonkonstruktion im Stil des Brutalismus errichtet. Ihre Form gleicht durch die komplizierte Gestaltung einem Origamikunstwerk. Mittlerweile ist der Mariendom sanierungsbedürftig. Risse sind entstanden, die wasserführend und aufgrund ihrer zyklischen Bewegungen nicht verpressbar sind.

Die Anforderungen an eine Sanierung waren sehr komplex, daher wurde ein spezielles Betoninstandsetzungskonzept entwickelt. Verwendet wurde dabei die Carbonbewehrung soldian GRID Q85/85-CCE-21 und  Mörtel StoCrete TS 100. Der gute Verbund der Materialien sorgt dafür, dass aus einem breiten Riss viele feine Risse entstehen, die einen Wasserdurchtritt verhindern. Die innovative solidian-Bewehrung eröffnet eindrucksvoll neue Möglichkeiten in der Betonsanierung, wo herkömmlichen Methoden an ihre Grenzen kommen.


 

Musterfläche für Anwendung in Parkhaussanierung

Die Musterfläche wurde auf dem Firmengelände der solidian GmbH in Albstadt aufgebracht. Gezeigt wird, dass Textilbeton für die Sanierung von PKW-befahrenen Flächen geeignet und dauerhaft ist. Damit kann das System für die Sanierung von Parkhauskonstruktionen eingesetzt werden. Neben dem dauerhaften Schutz der Bestandskonstruktion bietet Textilbeton hier den entscheidenden Vorteil, dass auf teure und wartungsintensive Oberflächenschutzsysteme zukünftig verzichtet werden kann.


 

Sanierung Brückenkappe Kirchentellinsfurt (Musterfläche)

Hier wurde an einer Musterfläche gezeigt, dass Textilbeton auch für die Sanierung in der Ortbetonbauweise geeignet ist. Der Einbau verläuft deutlich einfacher als mit Stahlbeton, da die Bewehrungsmatten durch das wesentlich geringere Eigengewicht leichter zu handhaben sind. Zudem kann auf teure und sanierungsanfällige Oberflächenschutzsysteme verzichtet werden, da die Bewehrung nicht mehr korrodiert. Diese Art der Sanierung ist besonders zukunftsfähig: Die Bewehrungen korrodieren nicht mehr; zudem unterdrückt die Textilbewehrung die im Beton unvermeidbare Rissbildung und hält Rissbreiten so klein, dass sie mit bloßem Auge nicht erkennbar sind.


 

Carbonbewehrung bei der Parkhaussanierung

Die Entwässerung der Tiefgarage des Parkhauses in der Humboldtstraße in Neu-Ulm erfolgt über Verdunstungsrinnen, die als Vertiefung in der Betonbodenplatte ausgebildet sind. Die Rinnen sind nicht an ein Entwässerungssystem angeschlossen. Daher ist mit einer entsprechenden Verweildauer von Wasser mit korrosionsauslösendem Chloridgehalt in der Rinne zu rechnen. 

Zur Rissbreitenreduzierung wurde in diesem Pilotprojekt die engmaschige und oberflächennah eingelegte Carbonbewehrung solidian GRID Q142/142-CCE-38 eingesetzt. Damit ist für ein fein verteiltes Rissbild gesorgt, was ein Eindringen des Wassers verhindert. Die epoxidharzgetränkte Carbonbewehrung erfüllt die Rissüberbrückung deutlich effektiver als eine Betonstahlbewehrung oder ein unbewehrter Betonquerschnitt.

 
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