Zugfestigkeit

Textilbeton verbindet robuste Qualität mit verlässlicher Sicherheit

Textile Bewehrungen aus Carbon oder Glasfaser von solidian sorgen im Vergleich zu konventionellen Stahlbewehrungen für fünf- bis sechstmal höhere Zugfestigkeiten und machen Bauen mit Textilbeton besonders sicher. Generell werden durch Textilbeton unschöne Betonabplatzungen und sichtbare Schäden durch grobe Risse vermieden. In Kombination mit der Korrosionsbeständigkeit von Textilen Bewehrungen wird die Sicherheit und Tragfähigkeit von Bauwerken substantiell erhöht. Grund für die hohe Zugfestigkeit der Hochleistungswerkstoffe von solidian sind technologisch ausgereiften Faser- und Tränkungssysteme, die gezielt für die gewünschten Materialeigenschaften eingesetzt werden.
 
So werden für hoch beanspruchte Bauteile Carbonbewehrungen eingesetzt, die Bruchspannungen von über 3.000 N/mm² erreichen - fünf bis sechsmal höher als vergleichbare Betonstahlbewehrungen. Bei gering beanspruchten Bauteilen sind diese hohen Spannungen in der Regel nicht erforderlich. Hier werden entsprechend günstigere Glasfaserbewehrungen eingesetzt. solidian stellt alle derzeit relevanten Textilbewehrungen unter einem Dach her. Dadurch können wir unseren Kunden stets die technisch sinnvollste und wirtschaftlichste Lösung anbieten - das ist weltweit einzigartig. 
 

Zugfestigkeit von Textilbeton mit solidian im Vergleich zu Stahlbeton

Bruchspannungen (Mittelwerte, im Betonzugkörper ermittelt)

Die besondere Überlegenheit von Textilbeton zeigt sich in der optimalen Kombination aus Carbonbewehrung bzw. AR-Glasbewehrung mit Tränkungsstoffen auf Expoxidharzbasis oder Styrol-Butadien. Das Verbundverhalten kann so optimal dem Bau oder Einsatzzweck angepasst werden. Je nach Wahl der Faser-Tränkungsmaterial-Kombination können die Verbundeigenschaften wunschgemäß eingestellt werden. Somit eignen sich Textilbewehrungen sogar für wasserundurchlässige Betonbauteile (WU-Beton), für die maximale Rissbreiten von 0,1mm gefordert werden: unproblematisch für solidian GRID.

Exemplarischer Verbundspannungs-Schlupf-Verlauf (experimentell ermittelt)

Exemplarische Verankerungslängen textiler Bewehrungen

Material Verankerungs-/
Übergreifungslängen [lb = lo]
CAR/EP T01-K 97 mm
CAR/EP T11-K 43 mm
CAR/SB T41-K 320 mm
ARG/EP T61-K 17 mm
ARG/SB T92-K 122 mm
vgl. Kulas, Christian (2013), Zum Tragverhalten getränkter textiler Bewehrungselemente für Betonbauteile
 
Textile Bewehrungen weisen je nach Tränkungsmaterial ein sehr gutes Verbundverhalten auf. Versuche zeigten, dass je nach Querschnitt des Rovings und ausgewähltem Beton Verankerungslängen von unter 20 mm erreicht werden können. Dies hat im Vergleich zu Stahlbeton ein sehr fein verteiltes Rissbild zur Folge, teilweise im Gebrauchszustand sogar unter 0,1 mm.
 

 
Als Folge des sehr guten Verbundverhaltens weisen Textilbetonbauteile eine ausgeprägte Rissbildung auf, d. h . viele fein verteilte Risse mit geringen Rissbreiten. Die Rissbreiten sind in der Regel so gering, dass diese im Gebrauchszustand mit dem bloßen Auge nicht wahrnehmbar sind· eine konstruktive Anforderung, die im Stahlbetonbau häufig nur mit einer erhöhten Bewehrungsmenge ("Rissbewehrung") sichergestellt werden kann. Auch hier kommt es auf die richtige Faser-Tränkungsmaterial­-Kombination an: Unsere Experten empfehlen Ihnen das richtige Material speziell für Ihre Anwendung.
 
 
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